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Billig Ware

 

Besonders auf die Gesundheitsgefährdung durch Billigartikel sollte man achten. Es werden immer wieder Tests durchgeführt. Wir zitieren meine Familie News: Bei Kinderspielzeug sollten Eltern auf Billigware verzichten: Viele Plastikprodukte enthalten Weichmacher, sogenannte Phthalate. Sie machen den Kunststoff biegsam und flexibel, finden sich deshalb selbst in Kinderspielzeug und Regenjacken wieder. Der Nachteil: Die chemischen Zusätze können die Gesundheit schädigen. "In Spielzeug haben Weichmacher deshalb nichts zu suchen", sagt Dr. Steffen Hilfer, Arzt im AOK-Bundesverband. Die Verbraucherzentrale NRW warnt ebenfalls vor diesen Stoffen und rät Eltern, schon beim Kauf des Spielzeugs darauf zu achten, ob die verwendeten Materialien unbedenklich sind oder nicht. Billige Ware aus Fernost sollten sie lieber im Regal liegenlassen.??Weichmacher ermöglichen, dass die kettenartigen Kunststoff-Moleküle gebogen werden können. "Einige Varianten dieser chemischen Stoffe wirken wie Hormone, andere können die Leber und die Nieren schädigen", warnt AOK-Arzt Hilfer. Besonders das umstrittene PVC enthält große Mengen an Weichmachern. Das Gefährliche: Hautschweiß und Speichel lösen die Zusätze aus dem Kunststoff, sie können aber auch ausdunsten. In den menschlichen Körper gelangen die Weichmacher über die Haut, den Mund und die Atemorgane. Säuglinge und Kleinkinder nehmen besonders große Mengen auf, wenn sie beispielsweise an einem Puppenkopf kauen oder lutschen. Auf die Gefahren von Weichmachern besonders für Kinder und Babys hat die Europäische Union reagiert. Seit Anfang 2007 ist eine Richtlinie in Kraft, die die Verbraucher schützen soll. Einige Spielzeughersteller verwenden seitdem unbedenkliche Ersatzstoffe, beispielsweise Citrate und Adipate.??Fachverkäufer um Rat fragen??Der beste Schutz vor Weichmachern besteht darin, sie erst gar nicht zu kaufen. "Eltern sollten deshalb unbedingt darauf achten, dass auf Plastikspielzeug die Hinweise 'phthalat-frei' oder 'PVC-frei' stehen", empfiehlt Dr. Rolf Buschmann von der Verbraucherzentrale NRW. Alternativ können sie auch Spielzeug aus weniger bedenklichen Kunststoffen kaufen, etwa Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP). "Billige Produkte bestehen hingegen häufig aus PVC und können sogar Schwermetalle in den Farben enthalten", warnt Buschmann und rät, bei Spielzeug lieber ein paar Euro mehr zu investieren. ??Wer unsicher ist, welche Sandförmchen, Autos, Bälle oder andere Plastikprodukte er kaufen kann, sollte einen Verkäufer im Fachhandel um Rat fragen. Sinnvoll ist es auch, darum zu bitten, das Spielzeug auspacken zu dürfen. "Riecht das Kunststoffspielzeug dabei im Geschäft unangenehm und chemisch, sollten Sie es im Regal liegen lassen", betont Buschmann. Einen Bogen sollten Eltern auch um Automaten machen, die für ein paar Cents Spielzeug ausspucken. "Das ist meistens von schlechter Qualität und kann mit ungesunden Stoffen versetzt sein", warnt der Experte.


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